83 Sitze im Landtag: so sieht die Verteilung aus
Die Sitzverteilung ist nicht mit dem Prozentanteil einer Partei identisch. Wir zeigen die amtliche Verteilung und erklären, wie man eine parlamentarische Mehrheit rechnerisch erkennt.
Mandate im neunten Landtag.
Mehr als die Hälfte von 83.
Davon 38 AfD und drei Die Linke.
Sitzverteilung nach Parteien
| Partei | Sitze gesamt | Direkt | Liste |
|---|---|---|---|
| AfD | 39 | 38 | 1 |
| CDU | 15 | 0 | 15 |
| SPD | 8 | 0 | 8 |
| Grüne | 8 | 0 | 8 |
| Die Linke | 8 | 3 | 5 |
| BSW | 5 | 0 | 5 |
Die Zahlen stammen aus der Darstellung der Bundeswahlleiterin. „—“ bedeutet keine Sitze.
Was bedeutet die Schwelle von 42 Sitzen?
Bei 83 Sitzen ist die Hälfte 41,5; die kleinste ganze Zahl darüber lautet 42. Eine Fraktion mit 39 Sitzen verfügt demnach allein rechnerisch nicht über eine absolute Mehrheit. Die übrigen Parteien haben zusammen 44 Sitze. Aus dieser mathematischen Feststellung ergibt sich jedoch noch keine Koalition und keine Aussage darüber, welche politischen Vereinbarungen denkbar oder tatsächlich getroffen worden sind.
Warum 43,8 % der Stimmen nicht genau 43,8 % der Sitze sind
Für die AfD weist das Ergebnis 43,8 Prozent der gültigen Zweitstimmen und 39 von 83 Sitzen aus. 39 geteilt durch 83 ergibt rund 47,0 Prozent der Mandate. Schon die Rundung auf ganze Sitze und das Wahlrecht führen dazu, dass Sitzanteile nicht identisch mit Zweitstimmenanteilen sind. Auch die Verteilung von Mandaten nach den gesetzlichen Regeln spielt eine Rolle.
Direkt gewählte Abgeordnete und Listenmandate
Die amtliche Übersicht weist 41 Wahlkreismandate und 42 Listenmandate aus. Von den 39 AfD-Sitzen kommen 38 aus Wahlkreisen und einer über die Landesliste zustande; bei Die Linke verteilen sich acht Sitze auf drei Direkt- und fünf Listenmandate. CDU, SPD, GRÜNE und BSW weisen in dieser Übersicht ausschließlich Listenmandate aus. Einzelheiten der Mandatsberechnung sind im jeweiligen Wahlrecht und den amtlichen Unterlagen nachzulesen.
Interaktive Sitzsumme
Wählen Sie beliebige Parteien, um ihre gemeinsame Sitzzahl rein mathematisch zu addieren. Das Tool ist keine Empfehlung oder Prognose für eine politische Koalition.
Die Summe berücksichtigt keine politischen Verhandlungen, Mehrheiten bei Enthaltungen oder weitere parlamentarische Verfahren.